Samstag um 19 Uhr soll die Pizza am Tisch stehen, aber wann fängst du mit dem Teig an? Ein Pizzateig-Rechner liefert dir die Zutatenmengen, nur stehst du damit noch immer vor der Frage, wann du knetest, die Laibchen formst und den Ofen einschaltest. Für genau diese Frage hab ich die PizzaLaden App gebaut. Sie ist kostenlos.
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Im App Store ladenAndroid folgt in Kürze.
Ein Pizzateig-Rechner, der auch an die Uhr denkt
Mehl, Wasser, Germ und Salz ausrechnen ist die eine Sache. Den Teig so einzuplanen, dass er zu deinem Pizzaabend passt, ist die andere, gerade wenn du noch kein Gefühl für die einzelnen Schritte hast.
PizzaLaden verbindet beides: Du gibst an, wann ihr essen wollt, und die App rechnet von dieser Uhrzeit rückwärts. Du bekommst genaue Zutatenmengen und einen Backplan mit Uhrzeiten, statt dir die Reihenfolge selbst zusammenzusuchen.
Warum ich die App überhaupt gebaut hab? Die Pizza-Apps, die ich kannte, waren voll mit Werbung, und einen geführten Modus hab ich immer gesucht. Wer gerade erst anfängt, braucht nicht gleich einen Profi-Modus, in dem er alles selbst einstellen muss. Da will man an der Hand genommen werden.
Und ich hab sie für meine Kursteilnehmer gebaut. Wenn die nach dem Workshop zu mir in den Laden kommen, hör ich oft: „Dein Kursheft verwende ich heute noch zum Nachschauen.“ Das freut mich, aber das Kursheft liegt in der Lade. Das Handy hast du immer dabei.
Gemacht ist sie bei uns in Teesdorf, sie spricht Deutsch, Englisch, Italienisch und Ungarisch, und fürs iPhone gibt’s sie schon im App Store.
Teig planen in 5 Fragen
Für den Einstieg empfehle ich dir „Teig planen – Schritt für Schritt“. Dafür brauchst du noch kein eigenes Rezept und auch keine Vorstellung davon, wie viel Germ in deinen Teig gehört.
Die App führt dich durch fünf Fragen:
- Welche Pizza möchtest du backen? Zum Beispiel Neapolitanisch, Romana/Tonda oder Teglia, also Blechpizza.
- Wie viele Pizzen sollen es werden? Damit steht fest, für welche Menge die App deinen Pizzateig berechnen soll.
- Welchen Ofen und welches Mehl verwendest du? Du gibst an, womit du tatsächlich backst.
- Wie soll dein Teig gehen? Auch mit Biga, einem festen Vorteig, oder Poolish, einem flüssigen Vorteig, lässt sich planen.
- Wann wollt ihr essen? Diese Uhrzeit ist der Ausgangspunkt für deinen Backplan.
Bei der Neapolitanischen schlägt dir die App 62 % Hydration vor. Hydration ist der Wasseranteil bezogen aufs Mehl: Auf 1 kg Mehl kommen 620 g Wasser. Das ist auch der Wert, mit dem wir im Workshop anfangen, weil sich der Teig damit noch gut angreifen lässt.
Dazu steht, wie warm das Wasser sein soll. Standard ist Wasser aus dem Kühlschrank mit rund 6 °C, und du musst nicht raten, was mit „kalt“ gemeint ist.
💡Tipp
Wenn du zum ersten Mal backst: Nimm Neapolitanisch und lass die 62 % stehen. Mehr Wasser kannst du beim nächsten Mal immer noch probieren, wenn du ein Gefühl für den Teig hast.
Dein Backplan erinnert dich an den nächsten Schritt
Das beste Rezept nützt nix, wenn du am Freitag um 21 Uhr vergisst, die Teiglinge zu formen. Deshalb meldet sich die App bei jedem Schritt:
- Teig kneten
- Stretch & Fold, also den Teig dehnen und falten
- Teiglinge formen, die einzelnen Laibchen für deine Pizzen
- Ofen vorheizen
Stretch & Fold gehört für mich zu jedem gut geführten Teig, deshalb ist es fix im Plan. Zu jedem Schritt gibt’s eine kurze Anleitung, beim Kneten zum Beispiel den Fenstertest: Du ziehst ein Stück Teig dünn auseinander, und reißt es nicht gleich, passt’s.
Beim Kneten kannst du die Zutaten samt Mengen abhaken. So behältst du im Blick, was bereits in der Schüssel ist, auch wenn zwischendurch jemand anläutet.
Mehrere Pläne können gleichzeitig laufen, etwa Pizzateig für Samstag und Focaccia für Sonntag.
💡Tipp
Erlaube der App Mitteilungen auf deinem Handy. Ohne diese Freigabe kann sie dich nicht an die nächsten Schritte erinnern.
Profi-Modus: wenn du genauer einstellen möchtest
Wer schon ein paar Teige hinter sich hat, will irgendwann selbst an den Werten drehen. Im Profi-Modus stehen Anzahl, Teiglinggewicht, Hydration, Salz, Germ, Raumtemperatur und Gehzeit auf einer Seite.

Dazu kommen Biga, Poolish und Lievito Madre (Mutterteig, eine Art Sauerteig). Bei der Kaltgare, also dem Gehenlassen im Kühlschrank, kannst du die Stunden im Kühlschrank und die anschließende Zeit bei Raumtemperatur einstellen.
Ich empfehle für Pizzateig 24 Stunden Gehzeit und mehr, gern im Kühlschrank. Warum, hab ich in 24, 48 oder 72 Stunden ausführlich erklärt.
Für den schnellen Start gibt’s Vorlagen wie „Neapol. 24h“ oder „Biga 48h Kühli“, und die App merkt sich deine Einstellungen vom letzten Mal.
🌡️Profi-Tipp
Für die Nerds: lässt sich die Wassertemperatur aus deiner gewünschten Teigtemperatur berechnen: Wasser = 3 × Zielteigtemperatur − Raumtemperatur − Mehltemperatur − Erwärmung durch das Kneten. Die Maschine bringt mehr Wärme in den Teig als deine Hände, deshalb fragt die App, wie du knetest.
Pizzaparty planen mit QR-Code
Sobald Gäste da sind, geht’s nicht mehr nur um den Teig. Wer wollte die Funghi, wer ist als Nächstes dran, und wem gehört die Margherita, die gerade aus dem Ofen kommt?
Dafür gibt’s die PizzaParty. Alle Bestellungen landen bei dir in der Küchenansicht, und niemand muss quer durch den Garten rufen.
So läuft es ab:
- Party anlegen.
- Speisekarte zusammenstellen, etwa mit Margherita, Salami Piccante, Funghi und Pizza Dolce. Alternativ stellen sich Gäste ihre Pizza aus Zutaten selbst zusammen.
- Aushang ausdrucken. QR-Code und Speisekarte bekommst du als PDF.
- Gäste bestellen lassen. Sie scannen den QR-Code und bestellen am eigenen Handy, ohne App und ohne Konto.
- Küchenansicht öffnen. Dort siehst du alle Bestellungen, auch am iPad.
- Fertige Pizza melden. Der Gast bekommt eine Mitteilung, wenn seine Pizza fertig ist.



Du kannst begrenzen, wie viele Pizzen ein Gast gleichzeitig offen haben darf. Optional gibt es einen Abholscreen am Fernseher mit Bestellnummern, Fotos von den Pizzen und Anfeuerungen deiner Gäste.
Wie du den Rest vom Abend vorbereitest, steht in meinem Guide zur Pizzaparty.
⚠️Achtung
Die App zählt die Teiglinge mit. Sind alle vergeben, kann niemand mehr bestellen. Plan deshalb ein, zwei Teiglinge Reserve ein, irgendwer hat immer noch Hunger.
Was sonst noch drin ist
Auch zwischen zwei Backtagen ist die App nützlich:
- Rezepte: Unter „Meine Teige“ speichern, eigene Rezepte anlegen und Rezepte teilen. Auch Rezepte vom PizzaStunde-Blog sind direkt in der App.
- Mehl-Ratgeber: Orientierung, welches Mehl für welche Pizza passt, mit Eiweißgehalt und W-Wert, einem Kennwert für die Mehlstärke.
- Mein Ofen: Ofenprofile mit Temperaturen und Tipps.
- Videos: Meine Anleitungen aus dem YouTube-Kanal, Schritt für Schritt.

🛠️Kommt als Nächstes
Daran bau ich gerade:
- Vorbestellungen für Partys: Gäste wählen schon Tage vorher ihre Pizzen. Du kannst Teiglinge und Belag planen, am Partytag ist die Vorbestellung fix.
- Backtagebuch mit Fehlerdoktor: Festhalten, was gut lief, und Tipps bekommen, wenn der Teig klebt oder der Rand blass bleibt.
- Backtimer für den Ofen.
Häufig gestellte Fragen
Ist die App kostenlos?
Ja, PizzaLaden ist kostenlos. Die App kommt ohne Werbung und ohne Tracking aus.
Gibt es die App für Android?
Die Android-Version kommt in Kürze in den Play Store. Fürs iPhone ist PizzaLaden bereits im App Store verfügbar.
Brauchen meine Gäste die App für die Pizzaparty?
Nein, deine Gäste scannen den QR-Code und bestellen im Browser ihres Handys. Dafür brauchen sie weder die App noch ein Konto.
Wie viel Teig brauche ich für eine Pizza?
Mein Standard sind 270–290 g Teig für eine Pizza mit ungefähr 33 cm Durchmesser, aus 1 kg Mehl werden bei meinem Standardrezept sechs Teiglinge. Die App rechnet die Mengen für dich aus, und warum es genau so viel ist, steht in Wie viel Teig für eine Pizza.
Probier die App aus, und wenn dir was fehlt oder was nicht passt, schreib mir. Ich bau laufend weiter, und viele Ideen kommen von euch.
PizzaLaden im App Store · Android folgt in Kürze.

