Die 3-Spitzen-Squeeze-Flasche zieht nach dem Backen feine weiße Linien über die fertige Pizza. Kalt trifft auf warm, cremig auf knusprig. Genau dafür ist diese Ricotta-Sauce gemacht, und sie hat zwei getrennte Anwendungen: als Base vor dem Backen, die ganz einfach mit dem Löffel verteilt wird, und als Finishing danach aus der Flasche.

Was ist eine Ricotta-Sauce für Pizza? 🧀
Wenn du nach einem Pizza-Bianca-Sauce-Rezept suchst, das du wirklich aus der Flasche spritzen kannst, bist du hier richtig. Die meisten Rezepte, die du findest, meinen dicke Ricotta-Klecksen, cremig und pur. Diese Sauce hier ist bewusst dünner, fast wie flüssiger griechischer Joghurt. Ricotta, Wasser, Olivenöl und Salz werden so lange gemixt, bis keine Stückchen mehr drin sind. Zum Schluss kommt noch ein Spritzer Zitrone und Pfeffer dazu.
Es gibt auf Pizza noch eine andere weiße Sauce, die Parmesancreme. Die schmeckt komplett anders: kräftig, salzig, nussig, fast wie geschmolzener Käse pur. Diese Ricotta-Sauce hier ist das Gegenteil, mild und leicht süßlich-milchig. Sie drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern lässt dem Belag den Platz.
Das Grundrezept mit Ricotta 🥣
- 🧀 Ricotta – 250 g
- 💧 Kaltes Wasser – 80 bis 100 g
- 🫒 Hochwertiges Olivenöl – 25 g
- 🧂 Salz – 4 g, plus nach Geschmack zum Abschmecken
- 🍋 Zitronensaft – ein Spritzer, zum Abschmecken
- 🌶️ Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen – nach Geschmack
- Optional: 🧀 Fein geriebener Parmesan – 10 bis 15 g
Ricotta, Wasser, Olivenöl, Salz und gegebenenfalls Parmesan mit dem Stabmixer oder Thermomix mixen, bis eine vollkommen glatte Creme entsteht. Das dauert bei mir keine zwei Minuten.
🍋 Abschmecken nicht vergessen
Ich schmeck die Sauce am Schluss gern noch mit einem Spritzer Zitronensaft, frisch gemahlenem Pfeffer und bei Bedarf einer Prise Salz ab. Die Zitrone bringt Frische rein, der Pfeffer ein bisserl Würze. Lieber in kleinen Schritten nachwürzen und zwischendurch kosten.
Die richtige Konsistenz 💧
💧 Konsistenz-Check
Fürs Finishing soll die Sauce wie flüssiger griechischer Joghurt durch die 3-Spitzen-Squeeze-Flasche laufen. Für die Base mit dem Löffel darf sie ruhig etwas dicker sein.
- Sauber aus allen Spitzen laufen
- Nicht tropfen
- Keine Stückchen enthalten
- Gleichmäßige Linien bilden
Zu dick? Esslöffelweise Wasser ergänzen, bis es passt.
Eine Sauce, zwei Anwendungen 🔥
Die Sauce funktioniert auf zwei Arten. Der Unterschied liegt allein im Zeitpunkt.
Als Base: 50 bis 70 g mit dem Löffel dünn auf dem Teig verteilen, bevor der Belag kommt. Die Flasche brauchst du dafür nicht. Sie ersetzt die Tomatensauce und gibt dir eine cremige, milde Basis. Falls du lieber bei der klassischen Tomatensauce bleibst, findest du hier mein Original-Rezept. Eine andere Creme-Basis ist meine Zucchinicreme.

Als Finishing: Dieselbe Sauce, bei Bedarf nochmal leicht mit Wasser verdünnt, ziehst du nach dem Backen mit der Squeeze-Flasche in feinen Linien über die fertige Pizza. Der Kontrast zwischen warmem Boden und frischer, kühler Creme ist das, was ich an dieser Technik am liebsten mag.
🔥 Praxistipp
Etwas dickere Grundsauce vorbereiten, direkt als Base verwenden, einen Teil für das Finishing mit etwas Wasser verdünnen. So hast du eine Sauce für beide Anwendungen.
Warum Olivenöl den Unterschied macht 🫒
25 g Olivenöl machen die Sauce geschmeidiger, glänzender und aromatischer. Wenn du in Pizzerien weiße Saucen mit sichtbaren Ölschlieren siehst, wurde das Öl oft erst kurz vor dem Servieren eingerührt oder nicht vollständig emulgiert. Das ist kein Fehler, nur eine andere Art, die Sauce zu bauen. Beim Mixen verbindet sich das Öl zu einer homogenen Creme.
Kein Ricotta da? Topfen-Alternativen 🥛
Topfen ist fester und säuerlicher als Ricotta, deshalb braucht er mehr Wasser. Beide Varianten funktionieren mit der Squeeze-Flasche.
- 🥛 Topfen (20 bis 40 % Fett) – 250 g
- 💧 Wasser – 100 bis 130 g
- 🫒 Olivenöl – 25 bis 30 g
- 🧂 Salz – 4 g
Diese Version ist näher an der österreichischen Küche, weil Topfen bei uns einfach überall im Kühlschrank steht.
- 🥛 Topfen – 200 g
- 🧀 Mascarpone – 50 g
- 💧 Wasser – 100 bis 120 g
- 🫒 Olivenöl – 25 g
- 🧂 Salz – 4 g
Mascarpone macht die Sauce milder und cremiger, geschmacklich näher an der klassischen Ricotta-Sauce. Falls du also eine Pizza Bianca mit Mascarpone suchst, ist das die Variante.
Auch die Topfen-Varianten schmeck ich am Schluss mit Zitrone, Pfeffer und Salz ab. Mit der Zitrone aber vorsichtig sein, weil der Topfen selbst schon Säure mitbringt.
Welche Beläge passen dazu? 🍄

- Mortadella & Pistazien
- Kartoffeln & Rosmarin
- Pancetta
- Nduja
- Burrata
- Gegrillte Zucchini
- Pilze
- Geröstete Auberginen
- Trüffel
- Honig und scharfe Salami mit Hot Honey Topping
Trüffel und diese milde Ricotta-Sauce funktionieren besonders gut zusammen, weil die Sauce dem Trüffel Platz lässt.
Ich mag die Ricotta-Sauce, weil sie eine weiße Pizza nicht schwer macht. Sie ist mein Standard, wenn ich Gästen zeige, dass Pizza nicht immer rot sein muss. Welche Belag-Kombination würdest du mit der weißen Sauce testen? Schreib es in die Facebook-Gruppe PizzaLiebhaber Österreich, ich bin gespannt.
Falls du eh grad am Nachbestellen bist: Die 3-Spitzen-Spenderflasche gibt es bei mir im Shop, sie ist das Werkzeug für diese Technik.

Ricotta-Sauce für Pizza (Base & Finishing)
Ingredients
Grundrezept (Ricotta)
- 250 g Ricotta
- 90 g Wasser, kalt 80-100 g, je nach Konsistenz
- 25 g Olivenöl hochwertig
- 4 g Salz plus nach Geschmack zum Abschmecken
- 1 Spritzer Zitronensaft zum Abschmecken
- 12 g Parmesan, fein gerieben optional
- Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen nach Geschmack
Alternative: Topfen statt Ricotta
- 250 g Topfen 20-40% Fett
- 115 g Wasser, kalt 100-130 g
- 27 g Olivenöl 25-30 g
- 4 g Salz
Alternative: Topfen + Mascarpone (näher am Original)
- 200 g Topfen
- 50 g Mascarpone
- 110 g Wasser, kalt 100-120 g
- 25 g Olivenöl
- 4 g Salz
Instructions
- Alle Zutaten einer Variante außer Zitronensaft und Pfeffer in ein hohes Gefäß geben.
- Mit Stabmixer oder Thermomix mixen, bis eine vollkommen glatte Creme entsteht.
- Mit einem Spritzer Zitronensaft, frisch gemahlenem Pfeffer und bei Bedarf noch etwas Salz abschmecken. Bei den Topfen-Varianten mit der Zitrone sparsamer sein.
- Konsistenz prüfen: Fürs Finishing sollte die Sauce wie flüssiger griechischer Joghurt aus einer 3-Spitzen-Squeeze-Flasche laufen, ohne zu tropfen. Für die Base darf sie etwas dicker sein.
- Zu dick? Esslöffelweise kaltes Wasser ergänzen und nochmal kurz mixen.
- Als Base: 50-70 g mit dem Löffel dünn auf dem Teig verteilen, bevor der Belag kommt.
- Als Finishing: Nach dem Backen in feinen Linien über die heiße Pizza auftragen, bei Bedarf nochmal leicht mit Wasser verdünnen.
