Servus bei einer neuen Runde „Red ma über Pizza“! 🍕🔥
In den letzten Wochen haben wir uns viel mit der Hardware beschäftigt – vom großen Vergleich der Elektro-Pizzaöfen bis hin zum Unboxing des Witt Rotante. Heute lassen wir die Technik mal beiseite und reden über das, was oben draufkommt.
In meinen Workshops sehe ich es immer wieder: Die Vorfreude ist riesig und am liebsten würde man den halben Kühlschrank auf einmal auf den Teig packen. Doch ganz ehrlich? Weniger ist mehr. Immer. Wer seine Pizza richtig belegen will, muss verstehen, dass zu viel Ballast das Ergebnis ruiniert, bevor der Ofen überhaupt heiß ist.

Die „Überladungs-Falle“: Warum zu viel Belag schadet 🧀
Bei einer neapolitanischen Pizza ist der Boden dünn und zart. Wenn du diesen mit zu vielen Zutaten belegst, passiert folgendes:
- Die Pizza reißt: Das Gewicht und die Feuchtigkeit (z.B. aus Gemüse oder billigem Käse) weichen den Boden auf.
- Das Einschießen misslingt: Eine schwere Pizza klebt am Schieber. Das Risiko, dass der Belag auf dem Stein landet, während der Teig noch am Schieber hängt, ist riesig.
- Rauch im Ofen: Zutaten, die runterfallen, verbrennen sofort bei 450 Grad. Das sorgt für beißenden Rauch und einen bitteren Geschmack.
Die goldene 3-Zutaten-Regel 🍅🌿
Um eine Pizza richtig zu belegen, empfehle ich die 3-Zutaten-Regel: Wähle maximal drei Komponenten (neben Sauce und Käse), die geschmacklich harmonieren. So hat jede Zutat Platz zum Atmen und du schmeckst das Zusammenspiel der Aromen, anstatt einen undefinierbaren Einheitsbrei zu essen.

Mein Geheimtipp: Pizza im Focaccia-Style (Die echten Pizzastangerl) 🌿
Wenn du wissen willst, wie gut dein Teig wirklich ist, lass Tomaten und Käse komplett weg. Viele kennen Pizzastangerl mit extrem viel Knoblauch – aber das erschlägt oft den Teiggeschmack.
Probier meine Variante:
- Den Teigling normal ausformen oder in Stangerl ziehen.
- Mit hochwertigem Olivenöl beträufeln.
- Frische Kräuter (Thymian, Rosmarin oder Oregano) und grobes Meersalz darüberstreuen.
Das „blinde“ Backen lässt den Teig perfekt arbeiten. Die ätherischen Öle der Kräuter geben den Kick, während der Teig im Rampenlicht steht.
Der ultimative Beweis: Die Pizza Marinara 🇮🇹
Keine Pizza verkörpert das Motto „Weniger ist mehr“ besser als die Marinara. Tomaten, Knoblauch, Oregano und Öl. Kein Käse. Hier zeigt sich, ob Teig und Sauce wirklich Top-Qualität haben.
👉 Lust auf den puren Geschmack? Hier geht es zu meinem Original Pizza Marinara Rezept.
Fazit: Mut zur Lücke
Wähle bei deiner nächsten Session maximal drei hochwertige Komponenten. Du wirst staunen, wie viel intensiver die Pizza schmeckt und wie viel einfacher das Handling am Ofen wird.
Nächste Woche schauen wir uns an, welche Zutaten ihr unbedingt vorbraten müsst, damit ihr keine rohen Überraschungen erlebt!
Servus und Baba,
euer Klausi 🍕👋







